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Grundschule und OGS erhalten Klimaschutzpreis 2019

Ohne Moos nix los – Moosgraffiti an der Grundschule in Eschweiler über Feld

Es ist Sommer, die Sonne scheint und die Kinder der OGS Albertus Magnus in Eschweiler über Feld rennen über den Schulhof, während auf der stark befahrenen Straße nebenan ein Auto nach dem anderen vorbeibraust. Die Koordinatorin, Frau Hondrich, wartet im kühlen Betreuungsraum im Keller auf die Dritt- und Viertklässler, die aufgeregt die Treppe hinuntersteigen. Unten angekommen, werden Fragen zum Klimaschutz, Feinstaub und zur Pflanze Moos behandelt, welche einige Kinder schnell begreifen.
Sechs von ihnen melden sich sofort freiwillig, um der Schule dabei zu helfen, durch Moosgraffiti der Feinstaubbelastung auf dem Schulhof entgegenzuwirken. Schnell schnappen sie sich Bleistifte, Scheren und Pappe und ziehen sich mit Frau Hondrich in einen freien Klassenraum zurück. Die von der Schulleitung vorbereitete Vorlage für die Moosmännchen wird studiert. Als Schablonen werden die Körper von einem Mädchen und einem Jungen aus der Gruppe genutzt. Anschließend wird den aufgezeichneten Silhouetten der Feinschliff verliehen und sie können ausgeschnitten werden.
Noch bevor sich die Schulgemeinschaft in die Sommerferien verabschiedet, werden die Figuren durch die schnelle Vermittlung des Hausmeisters, Herrn Anders, extern auf beschichteten Holzplatten ausgesägt.

Oktober 2019. Der Unterrichtsalltag hat sich schon lange wieder eingependelt und die Sommerhitze ist einem nassen Kühl gewichen. Die Moosfiguren werden mit einem engmaschigen Netz bedeckt, in welches später ein Moosbrei einziehen kann. Am 04. Oktober ist es dann soweit: Eine kleine Gruppe, bestehend aus drei Kindern und einer pädagogischen Begleitperson, schottet sich mit Eimer, Pinseln, einer Hand voll Zutaten und der Mädchenfigur vom Rest der Gruppe ab. Warum? Das von der Schulleitung organisierte und von Herrn Schulze, Ortsvorsteher von Binsfeld, besorgte Moos ist angekommen! Das Moos wird kleingezupft, mit Wasser, Milch und Zucker vermischt und Frau Hondrich gibt noch ein wenig Bier dazu. Anschließend heißt es: Pinsel eintunken und ab ans Netz mit dem Brei. Der Moosbrei bekommt genug Zeit, um einzuziehen und danach bedecken die Kinder die gesamt Figur zusätzlich mit schönem, feuchtem Moos, die Wurzeln zeigen nach unten. Zum Schluss wird alles noch mit Draht umwickelt und fertig ist das Moosmädchen.
In der darauffolgenden Woche findet sich eine neue Gruppe, die voller Elan den Prozess mit der Jungenfigur wiederholt. Am Ende wird er mit Kordel eingewickelt und schon ist auch der Moosjunge fertig.

Der Hausmeister, Herr Anders, fixiert die beiden Moosfiguren schließlich an der zur Straße zeigenden Wand des Sandhäuschens. Seitdem besuchen die Projektkinder ihre klimaschützenden Moosgraffiti-Männchen regelmäßig und hegen und pflegen sie voller Stolz.


 
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